Durch Selbst-Spiegelung zu innerer Stärke und Selbstliebe

Durch Selbst-Spiegelung zu innerer Stärke und Selbstliebe

Spieglein, Spieglein an der Wand …

Wie gerne werden wir von unserem Partner, Freunden oder unserer Familie anerkannt und wertgeschätzt: Dafür wer wir sind und was wir tun.

Ungern hören wir kritisches Feedback oder jemand äußert Sorge, Unverständnis oder Ängste über unseren gewählten Weg oder die Beziehung, die wir führen.

Und es kann sein, dass uns die kritischen Anmerkungen ärgern, wütend machen oder verunsichern.

Wieso ist es bei „unbequemen Äußerungen“ so schwierig

  • nicht emotional zu (re-)agieren?
  • Feedback „einfach“ wahrzunehmen und das was ich selbst als hilfreich erachte anzunehmen?
  • selbst-bewusst meinen Weg fortzugehen?
  • uns nicht verunsichern zu lassen?

Durch Selbst-Spiegelung zu innerer Stärke und Selbstliebe

Der Ort wo Spiegelung stattfindet

Für Kinder ist es total wichtig von den Eltern adäquat gespiegelt zu werden. Was bedeutet adäquat?

Der Duden schlägt zum Beispiel diese Synonyme vor: angebracht, angemessen, geeignet, passend und treffend.

Im besten Fall spiegeln die Eltern dem Kind die Gefühle, die sie wahrnehmen, zurück, beschreiben was sie sehen und benennen womit sie in Resonanz gehen.

Die häufigsten Spiegelungen, die Kinder jedoch bekommen sind Über-Spiegelung, Unter-Spiegelung, verzerrte Spiegelung oder Null-Spiegelung. Was bedeutet das? Ich will es kurz erklären.

Spiegelungs-Arten

Bei der Über-Spiegelung wird das was wir tun von unseren Eltern (oder einem Elternteil) über die Maßen anerkannt. Ein Kind malt ein Bild und zeigt es der Mutter.
Diese über-spiegelt: Wow, das ist ja toll, das hast du ganz alleine gemalt? So etwas schönes habe ich noch nie gesehen. Du bist der neue Picasso. Zum Beispiel.

Bei der Unter-Spiegelung erfolgt eine Abwertung. Im gleichen Beispiel antwortet die Mutter: Das hast du aber schon mal besser hinbekommen. Das Bild ist viel zu …. (negative bewertende Rückmeldung).

Die verzerrte Spiegelung bedeutet ganz einfach, dass das Kind in diesem Beispiel keine Rückmeldung zu dem Bild bekommt, sondern die Mutter sagt vielleicht: Ach, ich müsste auch mal wieder zum Yoga gehen und mir etwas gutes tun.

In der einer Null-Spiegelung erfolgt gar keine Rückmeldung. Das Kind zeigt der Mutter das Bild und erfährt keine Reaktion.

In der adäquaten Spiegelung nimmt das Elternteil die Stimmung des Kindes wahr und spiegelt diese zurück: „Ich sehe du bist stolz/glücklich/… über dein Bild. Zeig mir mal was du hier gemalt hast…. Ah, das ist also ein Wald und hier sehe ich…“. usw.

Eine adäquate Spiegelung ist total wichtig für den Aufbau und die Stärkung unseres Selbst-Gefühles. „Bin ich richtig?“, „Bin ich okay?“ sind Fragen die durch diese Spiegelung positiv bekräftigt werden.

Wenn wir nicht die adäquate Spiegelung in der Kindheit erfahren haben, fehlt uns dies heute.

Was machen wir als Erwachsene?

Wir suchen immer noch unbewusst bei Partnern oder Freunden Anerkennung, um die Vergewisserung zu haben, dass ich “richtig bin” und “geliebt”. Wir werden jedoch NIE im befriedigendem Maße Wertschätzung erhalten. Wir erleben ein Loch in uns, dass durch das Außen nicht gefüllt werden kann.

Wir dürfen dieses Loch in uns selbst erFÜLLEn…

Selbst – Spiegelung

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Wenn du im Außen sehr oft nach Bestätigung suchst, dann sind die folgenden Schritte hilfreich, um dieses Muster zu verändern und “dir selbst sicherer” zu werden. Du gewinnst immer mehr an innerer Kraft und Stärke. Alles trägt deiner Selbst-Liebe bei!

1 Selbsterkenntnis: Mach dir im ersten Schritt bewusst, dass du nach Anerkennung oder Bestätigung in deinem Umfeld suchst.

2 Fühlen: Welche Gefühle tauchen auf, wenn du Bestätigung bei Freunden oder deinem Partner suchst? Wo fühlst du sie im Körper? Fühle die Gefühle, die sich zeigen. Sie sind sowieso da und wollen “gesehen und anerkannt” werden 🙂

3 Gedanken: Welche Glaubenssätze zeigen sich? Überprüfe sie. Lohnt es sich an ihnen festzuhalten? Wie wäre es, wenn du diesen Glaubenssatz nicht denken könntest?

4 Gib dir selbst das, was du im Außen suchst. Das heißt: Sei für dich da. Mach dir Komplimente, gönne oder schenke dir etwas, mach es dir so richtig schön mit dir selbst.

5 Mit jedem Mal wird es leichter. In dem du Herausforderungen in deinem Leben begegnest und in Situationen mutig bist, stärkt dies mit jeder Erfahrung dein Selbstgefühl. Jede neue Erfahrung ist beim ersten Mal aufregend und beängstigend, aber mit jeder Wiederholung wird es leichter und sie stärkt dich.

6 Mach weiter. Lass dich nicht lähmen oder stehen bleiben. Es ist wichtig, dass du für dich einstehst und deinen Weg gehst.

Unterstützung ist total in Ordnung und hilfREICH

Freundin/Freund

Neue Wege zu betreten geht mit Unsicherheit und Angst einher. Deshalb hole dir in Zeiten der Veränderung Unterstützung bei Freunden. Sage ihr/ihm was du brauchst, dann hast du die Chance es zu bekommen.

Coach

Für eine Zeit lang kann es sehr sehr hilfreich sein, bewusste Spiegelung im Außen durch einen Coach zu erhalten. Jemand mit dem du dich gut fühlst und der dir ehrlich Rückmeldung gibt. Das stärkt dein Selbstvertrauen und gibt dir Sicherheit.

 

Natürlich ist es wichtig sich von Menschen Feedback zu holen. Unsere blinden Flecken können wir allein nicht sehen und weitere Perspektiven sind wertvoll. Es ist ein Unterschied, ob ich Anerkennung und Wertschätzung permanent brauche, weil mein Selbst-Gefühl schwach ist (“ich bin verkehrt”) oder ich mir konkretes Feedback hole.

Liebe Grüße
Anika

 

Lust auf Entwicklung?

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