Ein sicherer Weg Kraft zu verlieren: Mit dem Kopf durch die Wand.

Kraft. Der sicherste Weg zum Scheitern: Mit dem Kopf durch die Wand.

Wieso uns unsere Kraft öfter mal verloren geht

„Ich will jetzt endlich eine berufliche Veränderung! Ich muss unbedingt Kraft tanken! Was stimmt bloß mit mir nicht? Was fehlt mir? Es ist doch eigentlich alles in Ordnung. Ich bin so unzufrieden und weiß nicht warum. …“

Die Gedanken kreisen. Wir überlegen was wir anders machen können. Denken in alle Richtungen. Und finden oftmals keine Lösung.

Ich war lange Zeit meines Lebens, wie neben mir wahrscheinlich Millionen von Menschen unserer westlichen Welt, sehr rational.

Das bedeutet mit meinen Worten: Der Kopf sagt, wo es lang geht.
Gerade unter Stress beginnt er bei mir unbewusst automatisch die Führung zu übernehmen. Durch Denken.
Gedanken jagen einander, analysieren, angestrengt, volle Schnelligkeit des Gedanken- Karussells.

Aus dem Kopf heraus zu agieren, heißt für mich: Total angestrengt zu sein, nicht mit uns selbst verbunden, wir suchen im Hirn nach Lösungen (die wir dort nicht alle finden) und ES LAUGT AUS. Wir fühlen uns energielos und erschöpft.

Meine Stärke liegt darin, verbunden mit mir, meiner Intuition zu folgen.
Ich bin, zum Beispiel als Coach, richtig gut,

  • wenn ich gut mit meinem Körper und Gefühlen verbunden bin,
  • ich Ruhe und Vertrauen in mir wahrnehme und
  • entspannt bin.

Und was kommt dabei raus, wenn wir im Denken sind (Ich meine damit ausschließlich im KOPF zu sein und ohne Verbindung zum Körper.)?
Wir verlieren unsere Kraft und sind nicht an all unser Wissen und unsere Erfahrungen angeschlossen. Darauf haben wir nur Zugriff, wenn wir uns selbst wahrnehmen und entspannt sind.

Nicht jedem geht es so (- aber vielen).

Das Denken wird zur Falle, wenn wir es ausschließlich tun. Wenn wir vor lauter Gedankenketten in Situationen oder Umständen verharren, die uns nicht gut tun. Wenn wir den Kontakt zu unserem Körper verlieren.

Einklang. Denken, fühlen, handeln.

Im Einklang: Denken | Fühlen | Tun

Wir sind nicht nur unser Verstand. Sondern auch: Körper, Geist, Seele, Gefühle und Herz. Wir können uns am meisten in Balance erleben, wenn wir jeweils den Aspekt (Denken, Fühlen oder Tun) in unser Leben integrieren, den wir gerade vernachlässigen.

Bei jemanden, der viel denkt und handelt, kann es hilfreich sein, den Fokus auf das Fühlen zu lenken.

Oder ich denke und fühle intensiv- wie wäre es, das Tun auch zu beachten? 🙂

Oder du bist sehr aktiv und setzt viel um?- Wie geht es dir mit dem Fühlen?

Welchen der drei Aspekte (Denken, Fühlen, Tun) vernachlässigst du eher?

Inspiration für dich: Welchen der drei Aspekte möchtest du mehr Raum geben? Wann bist du so richtig in deiner Kraft?

Erschöpfung und Energielosigkeit

Wir können auf unterschiedlichste Weise unsere Kraft verschleudern.

  • Zum Beispiel, wenn wir unseren Körper nicht wahrnehmen und nicht spüren.
  • Oder wenn wir immer sehr bemüht sind, uns um andere Menschen zu kümmern und uns dabei vergessen.
  • Oder wenn wir fortlaufend beschäftigt sind und uns keine Ruhepause gönnen.
  • Oder wenn wir in Beziehungen leben, die uns nicht nähren und gut tun.
  • Oder ein Beruf, der nicht die Inhalte und Arbeitsbedingungen hat, die zu uns passen.
  • Oder wir leben für uns bedeutsame Werte nicht.
  • Oder oder oder.

In 5 Schritten zurück in die Kraft

1 Erkennen

Im ersten Schritte geht es darum wahrzunehmen, dass ich beispielsweise erschöpft oder überlastet bin. Das uns auffällt, dass wir nicht alle unsere Kräfte zur Verfügung haben.

2 Zeit zum Spüren

Es gibt Menschen, die sind immer gut mit ihren Gefühlen verbunden.

Ich habe das zum Beispiel in den letzten Jahren erst lernen dürfen.

Wenn für dich das wahrnehmen deines Körper und seiner Empfindungen neu ist, dann rate ich dir, dich langsam dem Spüren zu nähern.
Die Erlaubnis unsere Empfindungen zu spüren, bedeutet auch, diese anzunehmen.

 

Drei Ideen, damit das Spüren Vorfreude in dir weckt:

  1. Scanne deinen gesamten Körper vom Scheitel bis zu den Fußsohlen, täglich vor dem aufstehen oder einschlafen.
  2. Verabrede dich einmal pro Woche mit dir selbst und nimm dir etwas körperliches vor (Sauna, Badewanne, Massage, Selbst-Massage, schönes Essen, Getränke, Sport).
  3. Mini-Meditationen: Nimm mehrmals täglich für ein paar Atemzüge wahr, was du im Körper spürst.

3 Reflektieren

Wobei verliere ich Energie? Was sind deine Krafträuber?
Dies gibt dir wichtige Hinweise darauf, wo es eine Inbalance gibt, etwas für dich nicht mehr stimmig ist oder wo eine Veränderung ansteht.

Gleichzeitig kannst du nachforschen: Was gibt mir Kraft? Wonach fühle ich mich richtig gut?

4 Was kann ich verändern?

Was kann ich kurzfristig für mich umsetzen, damit ich wieder in meine Mitte gelange? Wo ist eine weitere Auseinandersetzung mit einem bestimmten Thema notwendig? An dieser Stelle können sich Widerstände und Ängste zeigen.

5 Handeln

Jetzt geht es darum, konkret zu werden. Was tue ich als nächstes, um gut für mich zu sorgen?
Dieser Schritt ist wichtig, sonst bist du schnell wieder bei Punkt 1.

Mit mir verbundenguitar-944262_640

Das bedeutet zum Beispiel:

  • Ich bin an all mein Wissen angeschlossen.
  • Aus Ruhe und Kraft heraus begegne ich Menschen.
  • Ich habe Vertrauen, dass ich das Richtige tue.
  • Ich glaube an mich.
  • Ich fühle mich als Kraft- und Inspirationsquelle.
  • Ich nehme meinen Gegenüber wahr und sehe was sie bewegt und berührt.

Den Kopf und seine unzähligen Gedanken sollten wir uns gut zu eigen machen: Am besten setzen wir ihn bewusst ein, wenn wir sein gigantisches Denk- und Analysepotenzial benötigen 🙂

Uns nur als rationale Menschen zu begreifen schließt das Wichtigste aus: Unseren Körper. Das Zuhause unserer Seele, unseres Geistes und unserer vielfältigen Gefühle.

 

Alles Liebe,

Unterschrift Anika

 

 

 

Bildquelle: Pixabay

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