Für mehr Wachheit & Intensität in deinem Leben

Für mehr Wachheit & Intensität in deinem Leben Ablenkungen

Begegne dir selbst in dem du diese 11 Ablenkungen sein lässt

Wenn du in irgendeiner Form mit dir selbst konfrontiert bist, das heißt, du kannst dich, deine Gefühle oder die jetzige Situation nicht “aushalten”, dann versuchst du diese unangenehmen Seins-Zustände schnell durch Ablenkungen wegzumachen.

Hast du keinen adäquaten Umgang mit unguten Gefühlen, dann wählst du unbewusst aus deinem Handlungsrepertoire „automatisch“ eine dir bekannte Ablenkung aus. Hauptsache du fühlst dich SCHNELL besser! Eine andere Chance siehst du nicht und schließlich ist deine Strategie sehr erfolgsversprechend!

Ich ertappe mich immer wieder wie ich die ein oder andere Methode anwende. Lange Zeit habe ich natürlich überhaupt nicht gemerkt was ich da tue: Das ich damit „mir selbst“ ausweichen will. Während des “mir selbst Ausweichens” fühle ich mich kurze Zeit besser, jedoch wirklich nur kurz.

Wenn ich eine der folgenden Ausweichstrategien anwende (unbewusst oder weil ich nicht anders kann 🙂 ) bin ich anschließend unzufrieden, ärgerlich, traurig oder erschöpft. Das Vermeiden von etwas verbraucht Energie.

Warum weichen wir “unguten Stimmungen” aus?

  1. Es fühlt sich einfach unangenehm an!

    Schließlich wollen wir uns gut fühlen. Schlechte Gefühle, innere Leere, negative Gedankenspiralen oder Spannungen willst du nicht haben! Ein Leben lang wurde uns beigebracht, dass wir fröhlich sein sollen, deshalb müssen schlechte Stimmungen schnell weg.

  2. Du kannst die “Ladung” nicht halten.

    Ich meine mit Ladung ein erhöhtes Energieniveau im Körper. Dein Energieniveau steigt zum Beispiel durch emotionale Erregung (Ärger, Wut, Angst). Eine gesunde Möglichkeit ist es, dieses erhöhte Niveau wahrzunehmen und damit zu sein (nichts damit tun, wahrnehmen). Wenn du das a) nicht weißt und b) du diese Erregung negativ empfindest, wirst du diese erhöhte Ladung schnell versuchen abzubauen und los zu werden. Weil du es wahrscheinlich auch bedrohlich empfindest.

  3. Du kennst keinen adäquaten Umgang mit unguten Emotionen, Situationen usw.

    Wenn du nicht weißt, welche weiteren Handlungsoptionen es gibt, kannst du sie auch nicht einsetzen. An dieser Stelle passt der Satz von Paul Watzlawick (1921 – 2007) sehr gut: “Wenn Du immer wieder das tust, was Du immer schon getan hast, dann wirst Du immer wieder das bekommen, was Du immer schon bekommen hast.”

Die 11 Ablenkungen

#1 Alkohol trinken

Er ist die Nummer 1 unter den Betäubungsmitteln. Bevor es zur Party geht wird „vorgeglüht“, damit du schon gut gelaunt, in positiver Stimmung und selbstsicher dort ankommst. Alkohol betäubt alles, was du nicht fühlen willst, lässt dich vergessen, enthemmt und entspannt dich (für diese Zeit).

#2 Drogen

Mit Drogen (ausgenommen Alkohol) kenne ich mich selbst nicht aus. Logischerweise dienen Drogen dazu sich besser und selbstbewusst zu fühlen, du hast eine veränderte Wahrnehmung und fühlst dich überragend.

#3: Schlafen gehen

Ich kenne diese Strategie ziemlich gut, auch wenn es absurd klingt. Wenn unangenehme Situationen oder Gefühle da sind, ist es eine weitere Möglichkeit der Realität, dem Fühlen und dem Bewusstsein zu entfliehen, in dem du dich schlafen legst.

#4 im Internet surfen

Wahrscheinlich Ablenkung Nummer 1! Mit Smartphones jederzeit online checken was andere Leute machen. Welche Meldungen sendet Facebook? Habe ich neue Mails?
Ich nutze diesen Weg der Ablenkung häufig.

Ausweichstrategien

#5 Telefon/Whatsapp

Du hast einen Moment Zeit und ein paar Minuten, um dich zu entspannen… Aber Zeit einfach ungenutzt lassen? Schnell eine Nachricht an … senden oder einen Anruf bei … Oft sind wartende Menschen zu beobachten, die auf ihr Smartphone schauen. Ein lustiger Anblick. Gehören wir aber nicht auch dazu?

#6 Streit anfangen

Du hältst deine schlechten Gefühle nicht aus und suchst ein Ventil. Das kann ein Streit mit deinem Partner sein.

#7 Sex & Orgasmen haben

Ich habe eingangs über das erhöhte Energieniveau im Körper geschrieben. Es ist ein weiterer Weg, ein hohes Energieniveau über Sex oder Orgasmen abzubauen. Du fühlst dich erregt, weil du voller unguter Gefühle bist (nicht weil du lustvoll bist) und entlädst die Spannung mit Hilfe von Sex oder Orgasmen.

#8 Reden/plappern

Eine Ablenkung ist es auch, wenn du ungute Empfindungen weg redest, weil du sie einfach nicht aushältst! Durch Reden lässt sich viel Energie aus dem Körper heraus bringen. Du redest dann aber nicht darüber wie es dir tatsächlich geht, sondern suchst dir irgendwelche Themen. Besonders gern wird dann auch über andere geredet!

#9 Essen

Du hast Hunger. Ein Loch im Magen, obwohl die letzte Mahlzeit nicht lange her ist. Essen ist aber besser wie hier herumzusitzen und Gedanken nachzuhängen. Zu grübeln. Du fühlst dich auch gerade nicht wohl. Ja, essen ist gut. “Du frisst in dich hinein.” Danach geht es dir besser.

#10 Kaufen

Ich behaupte, dass besonders wir Frauen dazu neigen bei Frust oder Unzufriedenheit shoppen zu gehen. Ein Kauf löst kurzfristig Glücksgefühle in uns aus, vielleicht war die Verkäuferin auch besonders schmeichelhaft und du fühlst dich besser! Wie lange jedoch?

#11 Atemlosigkeit

Angehaltener Atem ist die Strategie, die alle Menschen unbewusst anwenden, um ein Gefühl oder intensive Situationen aushalten/überleben zu können. Dadurch regeln wir die Gefühlsintensität stark nach unten und ersparen es uns unangenehme Emotionen wahrzunehmen.


Es gibt sicher noch mehr Ablenkungen, um nicht zu fühlen, wie es dir jetzt in diesem Moment geht. Die gerade geschilderten 11 sind sicher die häufigsten und gängigsten Ablenkungswege.

Ich will dich anregen, bewusster zu leben. Mach dir bewusst, wann du eine Strategie als Lückenfüller oder Ich-will-das-was-eigentlich-jetzt-ist-nicht-wahrnehmen/fühlen- Manöver verwendest.

Welche Strategien kennst du noch? Und wie geht es dir danach?
Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Alles Liebe,

Anika

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